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My Way – Mein Weg: Warum ich für Prävention, Demenz und ein Leben voller Erinnerungen losgehe

Demenz Prävention ist meine Welt



Inspiriert zu diesem Blogbeitrag hat mich die Blogparade von Klio – Personal Witch & Business Mentorin.


Mein Weg führt nicht geradeaus

Mein Weg geht kurvig dahin, über Berge und durch Täler. Ich nehme mir überall was mit: Erfahrungen. Wissen. Begegnungen. Erkenntnisse.

Und weiß genau wo ich ankommen will!!!


Mein Weg führt mich nicht immer direkt, aber doch immer zu den richtigen Menschen. Online genauso wie, offline. In meiner Praxis, in meinem Leben.

Er führt mich zu Menschen, die etwas verändern wollen.

Zu Menschen, für die Prävention ebenso wenig nur ein Wort ist wie für mich.

Zu Menschen, die Veränderungen nicht mehr mit Angst begegnen, sondern beginnen zu fragen:


„Wie kann ich diese Herausforderungen meistern?“


Genau diese Frage verändert etwas.

Denn plötzlich bin ich einer Situation nicht mehr nur ausgeliefert.

Ich beginne zu suchen, zu verstehen und herauszufinden, was ich selbst beeinflussen kann.

Mein Weg führt mich zu vielen Menschen und unterschiedlichen Themen.


Doch für eines schlägt mein Herz ganz besonders:

Demenz.


Warum entscheidet man sich ausgerechnet für ein so schweres Thema?

Einige mögen sich vielleicht fragen: Wie kommt man dazu, sich mit einem Thema zu beschäftigen, das so schwer und einschneidend sein kann und sprichwörtlich das Leben ALLER Beteiligten verändert?


Bei mir begann es nicht mit einer Berufung, mit einem Gedanken, mit einer Eingebung.

Es begann mit meiner Oma.


Meine Oma erhielt die Diagnose Demenz – und diese Diagnose hat alles und die gesamte Familie durcheinandergeschüttelt.

Da war Unsicherheit. Da waren Fragen. Da war Angst.


Und da war auch dieser Gedanke:

Das kann gar nicht sein.


Ein Gedanke, an dem einige hängen blieben. Und so wurde von ihnen genauso weitergemacht wie zuvor. Als ob sich die Situation schon von selbst lösen würde.

Mir hingegen ließ es keine Ruhe.

Es war für mich unvorstellbar, dass man eine solche Diagnose erhält und danach gefühlt im Regen stehen gelassen wird.

Was bedeutet diese Diagnose?

Was passiert jetzt?

Was können wir tun?

Was braucht meine Oma?

Was können wir gemeinsam machen?

Wie kann ich sie unterstützen?

Und gibt es wirklich nichts, was wir selbst beeinflussen können?

Also ging ich auf die Suche.


Ich wollte verstehen – und begann zu lernen

Ich habe gelesen, recherchiert, gelernt und ausprobiert.

Viele meiner Ausbildungen hatten damals ein ganz persönliches Ziel: Ich wollte verstehen!


Die Krankheit, die Symptome, den Körper, die Psyche, die Zusammenhänge.

Und vor allem, was ich für meine Oma tun kann, außer Wohnung putzen, Betten machen, Essen richten (obwohl es auch ein spannender Fakt ist, dass Ernährung vieles bei Älteren Menschen anderes enthalten sollte, als bei Jüngeren).

Ich wollte sie unterstützen und gleichzeitig verstehen, was hinter all dem steckt.

So kamen immer mehr Puzzleteile zusammen.

Psychosoziale Beratung, Mentaltraining, Präventionspraktiker, Ernährung und Nährstoffe, Körperarbeit, Meditation, energetische Methoden und vieles mehr wurden Teile meines Weges.

Mit meiner Oma hatte ich wirklich Glück! War sie doch auch weiterhin noch neugierig aufs Leben. Also setzte ich mit meiner Oma um, was für sie und für uns passend war.

Ich wollte helfen, eventuell wollte ich auch zu viel helfen.

Denn irgendwann passierte etwas, das heute einen wesentlichen Teil meiner Arbeit prägt:


Ich verlor mich selbst für einen Moment.


Ich wusste nicht mehr weiter.

Ich hatte mich so sehr darauf konzentriert, was ein anderer Mensch braucht, dass ich mich selbst dabei aus dem Blick verloren hatte.

Heute weiß ich, wie schnell genau das passieren kann.

Und damit begann für mich ein neuer Weg.

Nicht mehr nur der Weg für meine Oma.


Es begann mein Weg für ALLE.


Aus einem Traum wurde meine Praxis

Der Gedanke an eine eigene Praxis war plötzlich nicht mehr nur irgendein Traum.

Er wurde zur Realität.

Denn gleichzeitig stellte ich fest, dass es keinen klassischen Arbeitsplatz gab, in dem all meine Erfahrungen und meine unterschiedlichen Ausbildungen Platz hatten.

Also musste ich diesen Platz selbst schaffen.


In meiner Praxis, darf alles zusammenkommen. Hier wird Wissen aufbereitet und weitergegeben. Aber es geht nicht nur um Wissen.

Es geht um all jene Bereiche, die einen Menschen in einer Zeit voller Ungewissheit und Hilflosigkeit plötzlich überrollen können.

Bei mir sollst du wissen:

Du bist nicht allein. Hier ist eine Hand, die dich begleitet.


In meinen Räumen gibt es keine blöden Fragen.

Und vor allem gibt es keine Gefühle, für die du dich schämen musst.


Gefühle dürfen endlich ausgesprochen werden

Gerade auf die Gefühle möchte ich meinen Blick richten.

Denn darin liegt oft ein großes Geschenk versteckt.

Viele Menschen trauen sich nicht, laut auszusprechen, was sie wirklich denken.

Oder sie wissen schlichtweg nicht, mit wem sie so offen sprechen können.

Gerade in der Welt der pflegenden und begleitenden Angehörigen scheint es manchmal, als würde nur noch der erkrankte Mensch zählen.

Seine Bedürfnisse.

Seine Wünsche.

Seine Ängste.

„Ich will nicht schon wieder alleine sein.“

„Dieses Essen schmeckt mir nicht.“

„Wann kommt denn meine Tochter wieder?“

Man tut, organisiert, erklärt, wiederholt sich, kümmert und sorgt sich.

Und trotzdem liegst du vielleicht abends da und fragst dich genau wie ich damals:

„Ist das genug?“

„Übersehe ich etwas?“

„Kann ich noch etwas anderes machen?“


Und ich sage dann:

Ja. Beginne doch bei dir.


Nicht, weil der andere Mensch plötzlich unwichtig ist.

Sondern weil du genauso wichtig bist.


Eigenverantwortung heißt nicht, alles alleine schaffen zu müssen

Einer meiner wichtigsten Werte ist Eigenverantwortung.

Das wird manchmal falsch verstanden.

Eigenverantwortung bedeutet für mich nicht: „Du musst alles alleine schaffen.“

Und schon gar nicht bedeutet sie: „Du bist selbst schuld, wenn etwas nicht funktioniert.“


Eigenverantwortung bedeutet für mich zu fragen:

Was liegt in meiner Hand?

Wo kann ich etwas verändern?

Wo brauche ich Unterstützung?

Welche Grenze muss ich vielleicht endlich aussprechen?

Und was brauche ich selbst, damit ich meinen Weg weitergehen kann?

Wir können nicht jeden Aspekt unserer Gesundheit kontrollieren.

Wir können nicht garantieren, niemals an Demenz oder einer anderen Erkrankung zu erkranken.

Doch wir können uns informieren und jene Risikofaktoren ernst nehmen, auf die wir Einfluss nehmen können.


Prävention bedeutet für mich Handlungsspielraum.


Prävention darf auch Freude machen

Mein zweiter großer Wert ist Begeisterung.

Denn ich möchte Menschen nicht über Angst zur Veränderung bringen.

Ich möchte nicht sagen:

„Du MUSST dich bewegen.“

„Du MUSST anders essen.“

„Du MUSST entspannter sein.“

Ich möchte viel lieber die Frage stellen:

Was könnte dir Freude machen und gleichzeitig guttun?

Prävention darf leicht sein.

Sie darf neugierig machen. Sie darf schmecken. Sie darf sich gut anfühlen. Sie darf zu unserem Leben passen.

Denn ich bin überzeugt davon, dass wir Veränderungen langfristig besser leben, wenn wir einen persönlichen Sinn darin erkennen.

Ich möchte nicht aus Angst vor einer möglichen Erkrankung jeden Tag spazieren gehen.

Ich möchte mich bewegen, weil ich meinen Körper möglichst lange benutzen möchte.

Ich möchte Neues lernen, weil ich neugierig auf das Leben bin.

Ich möchte meine psychische Gesundheit ernst nehmen, weil ich mein Leben nicht nur irgendwie überstehen möchte.


Ich möchte es leben.


Familie – warum mein dritter Wert alles miteinander verbindet

Und dann ist da die Familie.

Vielleicht ist sie sogar der Wert, der all die anderen miteinander verbindet.

Meine eigene Geschichte hat mir gezeigt, dass eine Erkrankung wie Demenz nie nur einen Menschen betrifft.

Sie verändert Beziehungen. Aufgaben. Verantwortlichkeiten. Sie verändert den Alltag.

Und meist ein ganzes Familiensystem!

Deshalb wünsche ich mir eine Welt, in der Familie nicht bedeutet, dass einer alles tragen muss.

Ich wünsche mir, dass Verantwortung aufgeteilt wird und gleichzeitig wünsche ich mir , dass Menschen auch Verantwortung für sich selbst übernehmen.

In welcher Welt möchte ich leben?

Ich möchte in einer Welt leben, in der noch Platz und Zeit dafür ist, Erinnerungen zu schaffen.

Eine Welt, in der wir Familie leben können.

In der wir Verantwortung teilen.

Und in der wir lernen, Verantwortung auch für uns selbst zu tragen – nicht immer nur für alle anderen.

Ich wünsche mir eine Welt, in der unser Gehirn bis ins hohe Alter möglichst viele dieser Erinnerungen abrufen kann.

In der wir schöne Geschichten immer und immer wieder erzählen und darüber quatschen können.

Ich wünsche mir einen Körper, der mich möglichst lange kräftig und aktiv durchs Leben trägt.

Einen Körper, der mir Selbstständigkeit ermöglicht.

Mich anziehen, Essen, Kochen, Spazieren gehen.

Die kleinen, scheinbar selbstverständlichen Dinge des Lebens SELBST tun können.

Denn oft merken wir erst, wie wertvoll sie sind, wenn sie nicht mehr selbstverständlich sind.


Hans darf genauso weiterlernen wie Hänschen

In meiner Welt wird Neuem mit Neugier begegnet.

Problemen gehen wir mit kreativen Lösungen an den Kragen.

Wir bleiben in Bewegung - im Kopf und sowie mit dem Körper.

Von klein bis groß.

Denn in meiner Welt darf auch Hans noch lernen – und nicht nur Hänschen.

Warum sollten wir irgendwann aufhören, neugierig zu sein? Was hast du schon immer einmal können wollen?

Ein Instrument spielen, eine neue Sprache ausprobieren, einen Tanz, ein neues Land bereisen.

Neue Menschen kennenlernen oder auch bekannte Menschen NEU kennenlernen.

Andere Wege als nur die erprobten zu gehen.

Unser Gehirn braucht Herausforderungen und keinen Stress, unser Körper Bewegung und nicht die Couch. Unser Leben benötigt Begeisterung.


Demenzprävention bedeutet für mich nicht: Das Versprechen Demenz zu verhindern

Mir ist dabei etwas sehr wichtig:

Ich verspreche niemandem, dass sich Demenz durch einen bestimmten Lebensstil verhindern lässt.

Dafür ist diese Erkrankung viel zu komplex. Alter, genetische Faktoren und verschiedene (Vor)Erkrankungen spielen ebenso eine Rolle wie beeinflussbare Risikofaktoren.

Aber genau diese beeinflussbaren Faktoren möchte ich sichtbar machen.

Bewegung. Mentale Gesundheit. Schlaf. Ernährung. Nervensystem. Soziale Teilhabe.

Und vor allem die Bereitschaft, die Signale des eigenen Körpers ernst zu nehmen.

Dieses Wissen ermöglicht bewusste Entscheidungen treffen zu können.


Dafür möchte ich ein Sprachrohr sein

Ich möchte Demenz sichtbar machen, damit wir wissen, womit wir es zu tun haben.

Damit Menschen früher über Prävention nachdenken.

Damit Angehörige wissen, dass sie Unterstützung annehmen dürfen.

Damit Betroffene nicht nur als „Demenzerkrankte“ gesehen werden, sondern als Menschen mit einer Geschichte, Gefühlen, Bedürfnissen und Würde.

Und damit wir auch über jene Themen sprechen, über die sonst gerne geschwiegen wird.

Dafür gehe ich los.


Und wohin führt mein Weg jetzt?

Ganz genau weiß ich das nicht. Mein Weg war bisher selten gerad und vermutlich wird er es auch in Zukunft nicht sein.

Aber ich weiß, in welche Richtung er führt.

Zu den Menschen.

Zu mehr Aufklärung.

Zu mehr Eigenverantwortung.

Zu mehr Begeisterung für Prävention und FÜR das Leben selbst.

Zu Familien, die Unterstützung brauchen.

Zu Menschen, die sich selbst wieder wichtig nehmen dürfen.

Und zu einer Gesellschaft, in der wir nicht erst über unsere Gesundheit nachdenken, wenn Krankheit bereits unser Leben bestimmt.

Ich möchte nicht, dass Menschen mit Angst vor Demenz leben.

Ich möchte, dass sie aus Begeisterung FÜR ihr Leben Prävention LEBEN.


Wenn auch du in dieser Welt zuhause sein möchtest, dann bleib dran.

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Bleib nicht stehen. Geh vielleicht auch ein Stück dieses Weges mit mir.

Bleib in Bewegung. Und vor allem: Bleib neugierig aufs Leben!

 

Deine Jasmin

Präventionsexpertin rund um Demenz und den Umgang mit ihr

 

 
 
 

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